← Zurück

Vorab-Begehung Floßlendplatz – Neubaugasse in Lend/Graz

Die Vorabbegehung zum UNTERWEGS-Streifzug, beginnend beim Floßlendplatz über die Neubaugasse bis hin zum Sorger in der Nähe des Margarete-Hoffer-Platz, galt der Vor-Ort-Analyse . Das Areal schließt direkt an das Stadtteilleitbild Lend-Mitte an, welches 2025 fertiggestellt wurde.
Der Floßlendplatz und die direkt kreuzende Neubaugasse bilden eine wichtige städtebauliche Achse, deren historische Entwicklung eng miteinander verknüpft ist. Während der Floßlendplatz in der Vergangenheit die Anlegestelle der Murflößer war, entwickelte sich die Neubaugasse im 18. und 19. Jahrhundert als Wohn- und Gewerbegebiet für die damalige Arbeiter:innenschicht am rechten Murufer. Ein interessanter Wasserlauf ist der an den Floßlendplatz angrenzende Schleifbach, ein von der Mur ausgehender Mäander, dessen Geländer unter Denkmalschutz steht: Auch entlang der Grazer Mur stehen diese historischen Betongeländer aus der Zwischenkriegszeit, die sogenannten Murzäune. Diese markanten Bauwerke symbolisieren die strenge Trennung von Fluss und Stadt in den 1920er und 1930er Jahren.
Heute dient der Floßlendplatz trotz seiner von Verkehr umgebenen Lage der Erholung der Anwohner:innen und Besucher:innen. Die Bänke, die zum größten Teil im Schatten der alten Bäume (Linden) stehen, laden zum Lesen und zum Verweilen ein, während ein (nicht eingezäunter) Basketballplatz Sportbegeisterten Zerstreuung bringt. Er wird vor allem von jungen Männern genutzt.
JUKUS und das Stadtteilprojekt NaNet betreuen am Platz einen aus mehreren Hochbeeten bestehenden urbanen Garten („Garten für alle“). Er ist als Gemeinschaftsgartenprojekt angelegt und lädt Anwohner*innen dazu ein, sich selbst am „Garteln“ zu beteiligen.
Durch den Floßlendplatz führt ein Radweg, und ein Fußgänger*innenweg.

Hauptaugenmerk wurde bei der Vorbegehung auf Sitzgelegenheiten, (Baum-)Schatten- und Grünflächen, Trinkbrunnen, vorhandene WC-Anlagen und die Barrierefreiheit auf der Strecke gelegt. Die Begehung fand an einem heißen Tag statt. Auch die ansässigen Gesundheitsorganisationen, wie eine Kassen-Hausärztin, zu deren Patient*innenschaft eine Vielzahl verschiedener Menschen unterschiedlichster Biografien und Herkünfte zählt und die auch Hausbesuche macht, ist mit ihrer Ordination in der Neubaugasse. Der Stützpunkt des Roten Kreuzes „Einsatzzentrum Lend“ bietet für den gesamten Bezirk Lend „Pflege und Betreuung“ an. Er liegt ebenfalls auf der Strecke. Letzterer wird uns bei der Begehung am 15. Juni durch die dort tätige Frau Birgit Pagonis nähergebracht.

Durch die Neubaugasse führte der Weg an bunten Altbau-Hausfassaden und neueren Bauten vorbei bis hin zur kreuzenden Buhnengasse.

Bevor wir uns durch diese zur Sorger-Filiale nahe des Margarete-Hoffer-Platzes aufmachten, gingen wir noch den kurzen Weg hin zur nahegelegenen Al Noor-Moschee.

Scroll to top