
Am 28.9.2026 besuchten 9 Kinder der Volksschule St. Radegund mit ihrer Direktorin, Kristina Anhofer-Muhri, Bewohnerinnen des Hauses „Betreutes Wohnen St. Radegund“ im Gemeinschaftsraum der Einrichtung. Anlass des Besuchs war ein gemeinsamer Workshop, welcher von Valeska Schaudy im Rahmen von Projekt UNTERWEGS! konzipiert und abgehalten wurde. Valeska ist inklusiver Klimaschutz-Coach und Umweltsystemwissenschafterin.
Nach der Begrüßung, bei der alle ihren Namen sowie ihren Lieblingsplatz in St. Radegund verrieten, führte Valeska spielerisch in das Thema Klimawandel ein. Gemeinsam wurde sodann gesammelt, welche persönlichen Erlebnisse die Kinder und die älteren Personen bereits mit dem Klimawandel gemacht haben und welche Gefühle dabei in ihnen ausgelöst worden waren. (Flipchart)
Danach folgten einige Zahlen, Daten und Fakten zum Thema: z.B. Anstieg der Jahresmitteltemperaturen (Klimastreifen) bzw. der Höchsttemperatur (2026: 41 Grad in Bad Deutsch Altenburg bei Wien) und die Folgen, etwa schlechtere Ernten und Waldbrände. Die Workshop-Leiterin erklärte die Definitionen für einen Sommertag (25 Grad oder mehr), einen Hitzetag (ab 30 Grad) bzw. eine Tropennacht (≥20 Grad zwischen 18:00 und 6:00).
In St. Radegund gab es 2026 81 Sommertage (1991-2020 im Durchschnitt: 36), 24 Hitzetage (1991-2020 im Durchschnitt: 4) und 5 Tropennächte (1991-2020 im Durchschnitt: 1).
Das nächste Thema war der Einfluss der Klimaveränderungen auf die Gesundheit. Dabei nannten die Workshop-Teilnehmer*innen etwa Schwindel, Kreislaufprobleme, Kopfweh, Müdigkeit, aber auch Auswirkungen auf das seelische Wohlbefinden (Sorge und Angst), die Zunahme von Allergien oder auch mehr Insekten, welche teilweise Krankheiten übertragen können.

Passend zum Thema erklärte Valeska das biopsychosoziale Modell, nach dem Körper, Seele und soziales Umfeld gemeinsam Einfluss auf unsere Gesundheit haben.
Welche Gefühle Hitze bei jeder*jedem einzelnen auslöst, wurde mit einem gemeinsamen Plakat erarbeitet. In einer darauffolgenden Gruppenarbeit wurde in kleineren Gruppen (bestehend jeweils aus mehreren Schüler*innen und einigen älteren Personen) erarbeitet, wie man sich vor Hitze schützen kann. Danach durfte jede*r noch sagen, was sie*er für das seelische Wohlbefinden tut (z.B. Sport, im Wald spazieren gehen, wandern, reden, Musik hören/machen, lesen, schreiben).
Nach einer Entspannungspause mit Musik und einer herbstlichen Fantasiereise wurde noch besprochen, dass soziale Gesundheit auch bedeutet, füreinander da zu sein. Im nächsten Schritt wurde geklärt, was der Begriff öffentlicher Raum bedeutet, bevor in einer abschließenden Gruppenarbeit (wieder in den Kleingruppen) gemeinsam Plakate gestaltet wurden. Jeder durfte dabei seine Ideen zum zukunftsfitten perfekten öffentlichen Raum bzw. Wohlfühlort, der für alle Generationen „funktioniert“, einbringen.
Das gemeinsame Malen und Basteln sowie den gesamten zusammen verbrachten Vormittag sahen sowohl die älteren Leute als auch die Kinder als enorme Bereicherung. Alle waren begeistert, einen so tollen, informativen Workshop gemeinsam erleben zu dürfen. Beide Gruppen betonten, auch in Zukunft wieder etwas Gemeinsames machen zu wollen.
Vielen Dank an Valeska für die großartige Idee und Umsetzung dieses Formats im Rahmen von Projekt UNTERWEGS! Sich wohlfühlen im öffentlichen Raum!


















