← Zurück

Literaturrecherche Projekt „Unterwegs!“

Im Rahmen der Netzwerkarbeit von Projekt „Unterwegs!“ steht diese Literaturrecherche zum Zusammenhang zwischen psychischen Belastungen im öffentlichen Raum und dem Klimawandel allen Interessierten zur Verfügung. Wir freuen uns über zusätzliche Literaturhinweise bzw. Quellen.

UNTERWEGS! Sich wohlfühlen im öffentlichen  Raum
Laufzeit: 01.09.2025 – 31.12.2026 (16 Monate)
Regionaler Wirkungsbereich: Graz, St. Radegund bei Graz

Erstellt von: Marijana Kalaba BSc, Mag.a Edith Zitz, inspire


UNTERWEGS!-KURZBESCHREIBUNG
:

Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind dringend nötig, insbesondere für vulnerable Gruppen. Das Projekt „UNTERWEGS!“ trägt dazu bei, öffentliche Räume inklusiv und gesundheitsförderlich zu gestalten. Die Wahrnehmungen und Bedürfnisse von Frauen und Männern mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen stehen dabei im Zentrum. Ziel ist, die Verweilqualität im öffentlichen und im halböffentlichen Raum (z.B. in Sozial-/Pflegeeinrichtungen) für sie zu verbessern. Ein Augenmerk liegt dabei auf den Auswirkungen anhaltender Hitze auf die psychische und physische Gesundheit. Gute Praxis-Beispiele und Herausforderungen sowie die davon abzuleitenden Handlungsempfehlungen werden Stakeholdern präsentiert, wobei diese – ebenso wie Selbsthilfe- und Peer-Organisationen sowie Care-Organisationen/Akteur*innen – von Beginn an in das Projekt einbezogen werden.

UNTERWEGS-NETZWERK:

Die „Aktivität 1: Unterwegs-Netzwerk“ hat die Identifikation von relevanter Akteur*innen im Feld sowie das Kennenlernen der jeweiligen Rahmenbedingungen zum Ziel.

Dazu gehören die Erhebung der aktuellen Anliegen der am Projekt beteiligten Akteur*innen und die Initiierung des Capacity Building bei Akteur*innen im Bereich Umwelt, Stadtplanung und Klimaschutz/ Klimawandelanpassung im Hinblick auf die Bedürfnisse von Personen mit psychischen und physischen Beeinträchtigungen. Zugleich erfolgt ein Capacity Building bei Personen mit psychischen und physischen Beeinträchtigungen auf die Herangehensweisen der Akteur*innen in den Bereichen Umwelt, Stadtplanung und Klimaschutz/Klimawandelanpassung.

Eine Maßnahme der Netzwerkarbeit ist die Literaturrecherche zum Zusammenhang zwischen psychischen Belastungen im öffentlichen Raum und dem Klimawandel. Die Rechercheergebnisse werden an einschlägige Fachstellen weitergegeben.

LITERATUR-RECHERCHE
Alle Abrufe am 30.12.2025

BOKU – Universität für Bodenkultur Wien. (2025). GreenAdaptation-Leitfaden: (Stadt-)Klimaanalysen und Klimawandelanpassung für Gemeinden [PDF]. https://boku.ac.at/fileadmin/data/H03000/H85000/H85400/Projekte/GreenAdapt/GreenAdaptation_Leitfaden.pdf

3:0 Landschaftsarchitektur. (2025). ACRP – Green Adaptation: Adaptive Kapazitäten und Resilienz in der Stadt- und Landschaftsplanung. https://www.3zu0.com/forschung-entwicklung/acrp-green-adaptation/

Das Projekt Green Adaptation (BOKU Wien) unterstützt österreichische Städte und Gemeinden dabei, sich an den Klimawandel anzupassen, bezogen auf Hitze und veränderte Niederschlagsmuster. Es hilft, Risikobereiche zu identifizieren und geeignete Maßnahmen für verschiedene Stadtstrukturen zu entwickeln. Ergebnis sind ein Leitfaden für Klimaanalysen und ein Maßnahmenkatalog mit klimawirksamen Lösungen für den öffentlichen Raum. Der Leitfaden „(Stadt-)Klimaanalysen und Klimawandelanpassung für Gemeinden – Fragen und Antworten“ bietet österreichischen Gemeinden und Städten einen Überblick.

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Anpassung an den Klimawandel – Anpassungsstrategie für Österreich. Wien. https://www.bmluk.gv.at/themen/klima-und-umwelt/klima/anpassung-an-den-klimawandel/oe_strategie.html

Im „Aktivitätsfeld 10 Gesundheit“ steht die „Handlungsempfehlung 10.5.4 Umgang mit den gesundheitlichen Folgen von Hitze und Trockenheit“: Minderung von Hitzestress zur Vermeidung negativer gesundheitlicher Auswirkungen auf die Bevölkerung sowie von gesundheitlichen Folgen durch Trockenheit. 10.5.8 führt bei Umgang mit gesundheitlichen Folgen von Naturgefahren den Schutz der Bevölkerung vor physischen und psychischen Gesundheitsfolgen im Katastrophenfall an.

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK). Gesundheitsziele & Arbeitsgruppen. Gesundheitsziele Österreich. Wien. https://gesundheitsziele-oesterreich.at/gesundheitsziele-und-arbeitsgruppen/

Projekt „UNTERWEGS!“ unterstützt zwei österreichische Gesundheitsziele, nämlich „Gesundheitsziel 1: Gemeinsam gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitsbedingungen schaffen“, sowie „Gesundheitsziel 9: Psychosoziale Gesundheit fördern“

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK). Österreichische Gesundheitsförderungs-Strategie 2024 der Zielsteuerung Gesundheit, Wien. https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Gesundheitsfoerderung.html

Unten den vier priorisierten Strategien finden sich: „Psychosoziale Gesundheit und Beteiligung“ und „Gesundheitsförderung mit Fokus auf Klimaschutz und Klimaresilienz“

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK). (2023). Österreichische Roadmap „Zukunft Gesundheitsförderung“. Wien. https://agenda-gesundheitsfoerderung.at/sites/agenda-gesundheitsfoerderung.at/files/inline-files/Roadmapbfrei.pdf

Unter den 10 Maßnahmenbündel für eine gesundheitsfördernde Zukunft in Österreich findet sich zwei Anknüpfungen: „Klimaresiliente und bewegungsfördernde Lebens- und Sozialräume“ und „Psychosoziales Wohlbefinden“.

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK). (2024). Klimaresilienz des Gesundheitswesens. Grundlagenbericht. Wien. https://jasmin.goeg.at/id/eprint/3482/1/Klimaresilienz%20des%20Gesundheitswesens_Grundlagen_bf.pdf

Der Bericht stellt fest, dass klimabedingte gesundheitliche Belastungen das Gesundheits‐ und Langzeitpflegesystem in Österreich vermehrt treffen werden. Er verweist auf die Bedeutung der Führung und Steuerung (Governance) und auf die Notwendigkeit einer intersektionalen Zusammenarbeit zur Erhöhung der Klimaresilienz.

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK). (2025). Nationaler Hitzeschutzplan Österreich. Wien. https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Hitze/Nationaler-Hitzeschutzplan.html

Im Nationalen Hitzeschutzplan Österreich werden Personen mit psychischen bzw. neurologischen Erkrankungen oder Personen, die bestimmte Arzneimittel einnehmen, als „besonders gefährdete Gruppen“ genannt.

Bundes Psychotherapeuten Kammer (BPTK). (2023). Standpunkt: Klimakrise und psychische Gesundheit. Berlin. https://api.bptk.de/uploads/B_Pt_K_Standpunkt_Klimakrise_und_psychische_Gesundheit_5fe04373cc.pdf

Die BPTK sieht die Klimakrise als größte Gesundheitsbedrohung und arbeitet deren direkte Folgen (Extremwetterereignisse, psychische Belastungen) sowie indirekte Folgen (Nahrungsmittelunsicherheit, Verschärfung sozialer Ungleichheit) heraus. Daraus leitet sie den politischen Handlungsbedarf zur Förderung der psychischen Gesundheit ab.

Der Arzneimittelbrief (2024). Zur Pharmakotherapie bei großer Hitze  [CME]. Der Arzneimittelbrief. 58(7), 49. Berlin.https://der-arzneimittelbrief.com/artikel/2024/zur-pharmakotherapie-bei-grosser-hitze-cme

Der Newsletter arbeitet heraus, dass Medikamente in zweierlei Hinsicht eine Gefahr während Hitzeperioden sein können. Einige erhöhen das Risiko für Hitzeschäden im Körper („heat-sensitizing medications“). Andere führen durch Hitze verursachte Veränderungen zu Schwankungen in der Wirkung und vermehrten Nebenwirkungen. Genannt werden u.a. als gefährdet: Ältere, Personen mit eingeschränkter Mobilität oder mit psychiatrischen Erkrankungen

DISCC-AT. Outcomes. Graz. https://wegcwp.uni-graz.at/discc-at/outcomes/

Das Projekt DISCC-AT des Wegener Center, der UNI Graz und weiteren Institutionen bearbeitet sozioökonomische Aspekte der Klimaänderung mit Blick auf vulnerable Gruppen. Es liegen diverse Berichte und fact sheets vor, z.B.

Moshammer, H., & Wallner, P. (2025). Unterschiede in der Hitze-Übersterblichkeit: Übersicht und Analysen für Österreich (CCCA Fact Sheet Nr. 52) [PDF]. Climate Change Centre Austria (CCCA). https://ccca.ac.at/fileadmin/00_DokumenteHauptmenue/02_Klimawissen/FactSheets/52_hitze_vulnerabilitaet_202504.pdf

Beier, J., Preinfalk, E., & Hanger-Kopp, S. (2025). Hitzerisiko greifbar machen: Profile der Mehrfachbelastung und Implikationen für sozial gerechte Anpassung (CCCA Fact Sheet Nr. 58) [PDF]. Climate Change Centre Austria (CCCA). https://ccca.ac.at/fileadmin/00_DokumenteHauptmenue/02_Klimawissen/FactSheets/58_hitzerisiko_20251112.pdf

FmB – Interessensvertretung Frauen* mit Behinderungen. (2025). Positionspapier 2025: Forderungen zur anti-ableistischen, feministischen und intersektionalen Einbeziehung der Interessen von Frauen und Mädchen* mit Behinderungen in Rechts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik [PDF]. Wien.https://fmb-frauenmitbehinderungen.at/wp-content/uploads/2025/11/FmB_Positionspapier_2025.pdf

Das Positionspapier weist darauf hin, dass aussagekräftige Zahlen zu den Lebensrealitäten von Frauen* mit Behinderungen in Österreich fehlen. Es verweist auf die Barrieren im Wissenschaftsbereich. Forciert werden Aufschlüsselung von Daten nach Gender, Alter, sexueller Orientierung, Herkunft, sozio-ökonomischem Status, Bildungsstand, Familienstand und Wohnform.

Gesundheitsfonds Steiermark, Steirische Gesundheitsziele, Graz.https://gesundheitsfonds-steiermark.at/gesundheitsziele-steiermark/

Zwei steirische Ziele sind hier speziell für Projekt „UNTERWEGS!“ zu nennen, nämlich „Gesundheit durch Klima- und Umweltschutz fördern“ sowie „Psychische Gesundheit der Steirer*innen stärken“

Gesundheit Österreich GmbH. Surveillance psychosoziale Gesundheit: Aktuelle Ergebnisse. Factsheets. Wien. https://goeg.at/surveillance_psg

Die Mental-Health-Surveillance bietet einen Überblick über die psychosoziale Gesundheit der Bevölkerung. Anhand mehrerer kombinierter Datensätze arbeitet sie aktuelle Entwicklungen zu psychosozialen Belastungen heraus.

Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (2025, 24. November). Gesundheitsförderung trifft Klimawandel: Psychische Gesundheit im Fokus von Forschung und Praxis. https://hage.de/aktuelles/hage-nachrichten/nachricht/gesundheitsfoerderung-trifft-klimawandel-psychische-gesundheit-im-fokus-von-forschung-und-praxis-1774/#:~:text=Die%20Folgen%20des%20Klimawandels%20k%C3%B6nnen,oder%20Trauer%20(Climate%20Grief).

Bei der Fachtagung der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V widmete sich dem Thema Einfluss des Klimawandels auf die psychische Gesundheit:

Der Vortrag von Katharina van Bronswijk zeigte, dass der Klimawandel sowohl körperliche als auch psychische Gesundheit beeinträchtigt. Hitze, Umweltkatastrophen, Luftverschmutzung, neue Krankheiten und Versorgungsengpässe verschärfen bestehende psychische Erkrankungen und können neue Belastungen wie Angst (Climate Anxiety), Wut (Eco Anger) oder Trauer (Climate Grief). Van Bronswijk betonte, dass zur Bewältigung dieser Folgen insbesondere individuelle und kollektive Resilienz gestärkt werden muss.

Infodrog – Schweizerische Koordinations- und Fachstelle Sucht. Lexikon Prävention und Gesundheit. Definition Vulnerabilität. Bern. https://www.infodrog.ch/de/wissen/praeventionslexikon/vulnerabilitaet.html

Infodrog empfiehlt, eher von „Personen in Situationen erhöhter Vulnerabilität“als von „vulnerablen Personen“ zu sprechen. Infodrog stellt eine Definition von Vulnerabilität (Verwundbarkeit, Verletzbarkeit) vor, die vom FGÖ übernommen wird: „Vulnerabilität bezeichnet einen individuellen Zustand oder eine Situation, in der das Risiko einer Person oder einer Gruppe erhöht ist, eine bestimmte psychische oder körperliche Krankheit oder Verhaltensprobleme zu entwickeln. Sie bezeichnet die genetische oder auch biografisch erworbene Anfälligkeit eines Menschen oder einer Gruppe für Krankheiten oder Problemverhalten beziehungsweise die Disposition, ein Suchtverhalten oder eine psychische Krankheit zu entwickeln.

Klagsverband (Hg.) zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern. (2024). Frauenrechte am Prüfstand: CEDAW-Schattenbericht 2024 [PDF]. Wien. https://www.klagsverband.at/klav2024/wp-content/uploads/2024/12/CEDAW_Schattenbericht_2024_DT.pdf

Der NGO-Schattenbericht beschreibt, dass die Klimakrise Frauen überproportional betrifft. Dadurch übernehmen Frauen mehrheitlich zusätzliche Care-Arbeit. Der zunehmende Stress infolge der Klimakrisenfolgen führt zu einer Zunahme psychischer und physischer Gewalt gegen Frauen. Frauen müssen daher systematisch in die Entwicklung und Umsetzung von Klimamaßnahmen einbezogen werden.

Land Steiermark – Abteilung 8 Gesundheit und Pflege. (2025). Merkblatt allgemein: Gesundheitliche Belastungen durch Hitze [PDF]. Graz.https://www.gesundheit.steiermark.at/cms/dokumente/11685019_72561200/45d0e7ef/2025_Merkblatt_Allgemein.pdf

Der Hitzeschutzplan beschreibt die gesundheitlichen Belastungen durch Hitze für Risikopersonen – u.a. mit psychischen Vorerkrankungen wie Demenz, Alzheimer, Depressionen bzw. Menschen, die Medikation benötigen oder ein Selbstfürsorgedefizit aufweisen. Der Plan verweist auf besondere Achtsamkeit bei der Einnahme spezifischer Medikamente wie z.B. Sedativa, Antidepressiva oder Schlafmittel.

Medizinische Universität Wien. (2023, 17. August). Hitze kann psychische Erkrankungen auslösen oder verstärken. Wien. https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/2023/news-im-august-2023/hitze-kann-psychische-erkrankungen-ausloesen-oder-verstaerken/

Die Med UNI Wien belegt mit internationalen empirischen Daten, dass aufgrund der Stressbelastung durch anhaltende Hitze die psychischen Folgen der Klimakrise signifikant sind. Dies führt zu Angststörungen, Depressionen, verstärkter Suchtmittel-Nutzung bzw. zu aggressivem Verhalten.

Muhr, M., Friesenecker, M., Haufe, N., Kogler, R., Thaler, T., Clar, C., & Scherhaufer, P. (2025). Urban Heat Equality– Ergebnisse und Empfehlungen für Stadtverwaltung und städtische Akteur:innen. Wien. https://urbanheat.boku.ac.at/wp-content/uploads/2025/03/UHE-Policy-Brief-1Stadt-MAs_finale.pdf

Das Projekt UrbanHeatEquality befasst sich mit Hitzestress in Wien unter Bezugnahme auf Fragen der sozialen Ungleichheit und Klimagerechtigkeit. Es bietet unterschiedliche Materialien an.

Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. (2024, 21. August). Steigende Zahl an psychiatrischen Behandlungen durch Hitzewelle. APA-OTS. Wien.https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20240821_OTS0005/steigende-zahl-an-psychiatrischen-behandlungen-durch-hitzewelle?fbclid=IwY2xjawG1rXRleHRuA2FlbQIxMQABHU80QTl26LE5myWNr85uwuhAcSu5yhKB998-8ZSM5dB3I7HGW211U7lpjg_aem_yJJK6ZSWE7ZmxNDRXAKNEA

Die ÖGPP hält fest, dass wissenschaftliche Daten zeigen, dass Umweltstressoren wie zB. Wetterextreme zu einem erhöhten Bedarf an psychiatrischen Behandlungen führen. Besonders vulnerabel Gruppen können sich aber krankheitsbedingt nicht ausreichend vor Hitzeeinflüssen schützen. Dies gilt etwa auch für Demenz.

Puhm, A., Strizek, J., & Nowotny, M. (Hrsg.). (2025). Empfehlungen für ein koordiniertes Vorgehen zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen (Bericht der Kompetenzgruppe Entstigmatisierung) [PDF]. Gesundheit Österreich GmbH. Wien. https://jasmin.goeg.at/id/eprint/4490/1/Bericht_koordiniertes%20Vorgehen_bf.pdf

Die intersektoral und interdisziplinär zusammengesetzte „Kompetenzgruppe Entstigmatisierung“ hat – einem „Mental-Health-in-All-Policies-Ansatz (MHiAP)“ folgend – umfassende Expertise gebündelt. Daraus hat sie ein koordiniertes, multistrategisches Vorgehen gegen das Stigma psychischer Erkrankungen in Österreich entwickelt. Dieses ist nach drei Handlungsfeldern gegliedert, wobei das zweite „Mental Health Advocacy“ ist.

Sonar-Cities. Sonar-Cities: Social sciences participatory research-action for preparedness in risk management for disasters and health emergencies in Europe’s cities. https://sonar-cities.eu/?lang=de

Das Projekt „Sonar-Cities“ hat als Ziel die Resilienz-Erhöhung europäischer Städte gegenüber Gesundheitsbedrohungen und Katastrophen mittels Förderung von Mitgestaltung, Wissenstransfer und Schulungen. Der Fokus liegt auf Menschen in vulnerablen Situationen. Die Forschung in sechs europäischen Städten (darunter Wien) bietet Analyse der Risiken und Identifikation von Bedürfnissen und Erfahrungen dieser Gruppen. Der partizipative Prozess führt zur-Entwicklung eines Toolsets zur Unterstützung von Behörden, Ersthelfer*innen und Gemeinschaften bei der Krisenvorsorge und -bewältigung.

Umweltbundesamt. (2025, 9.Juli). Klimawandel und psychische Gesundheit (09.07.2025 ). Dessau-Roßlau. https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/klimawandel-gesundheit/klimawandel-psychische-gesundheit

Das deutsche Umweltbundesamt sieht im ⁠Klimawandel eine zentrale Bedrohung für die menschliche Gesundheit, die sich direkt und indirekt auf die menschliche Psyche auswirkt. Alle individuellen und politischen Handlungen gegen den Klimawandel helfen laut UBA gleichzeitig, die negativen psychischen Folgen zu begrenzen.

Umweltbundesamt; Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz; Klima- und Energiefonds. (2025). Hitze in der Stadt: Risikofaktor Migrationshintergrund? Wien. https://www.klimawandelanpassung.at/newsletter/nl31/kwa-ethnicityheat

Das Projekt EthniCityHeat zeigt, dass Menschen mit Migrationshintergrund in Wien unter Hitze leiden. Sie wohnen oft in armutsbetroffenen Vierteln, sind gesundheitlich belastet und haben Sprach- sowie Bildungsbarrieren. Bei Hitze zieht sich die Mehrheit in überhitzte Wohnungen zurück. Dafür gibt es im Projekt die „Heat Toolbox“ mit Tipps und Materialien in vielen Sprachen.

VCÖ (Verkehrclub Österreich) – Mobilität mit Zukunft. (2025, 24. Juni). Auch in Österreichs Kleinstädten ist Hitzebelastung großes Problem – fast die Hälfte der Bevölkerung fühlt sich durch Hitze belastet. Wien. https://vcoe.at/presse/presseaussendungen/detail/vcoe-auch-in-oesterreichs-kleinstaedten-ist-hitzebelastung-grosses-problem-fast-die-haelfte-der-bevoelkerung-fuehlt-sich-durch-hitze-belastet

Der VCÖ stellt unter Bezugnahme auf Statistik Austria fest, dass österreichweit 46 Prozent der Bevölkerung Hitzebelastungen erleben, in Wien sind es 60 Prozent und in Kleinstädten 48 Prozent. Neben dem Wohnbereich zeigt sich die Hitzebelastung auch in der Mobilität, da Gehsteige, die in der Sonne liegen, für beeinträchtigte und ältere Menschen häufig unbenutzbar sind.

Weber, R., Schachner, A., & Augustin, S. (2023). Studie inklusive Nachhaltigkeit: Der Klimawandel geht uns alle an! [PDF]. LebensGroß GmbH / queraum – kultur- und sozialforschung. Graz. https://www.lebensgross.at/wp-content/uploads/2023/07/lebensgross-forschungsstudie-inklusive-nachhaltigkeit.pdf

Die Studie arbeitet heraus, dass die Verbesserung von Teilhabechancen an nachhaltigen Lebensweisen zentral ist. Dies muss so ausgestaltet sein, dass auch Menschen in prekären Milieus erreicht werden. Das bedeutet, dass Maßnahmen niederschwelliger und alltags- und somit sozialraumnäher gestaltet sein müssen.

Zentrum KlimaAnpassung. (2025, 14. Oktober). Impuls: Blitzlichter – Unsichtbar in der Hitzewelle: Unterstützungsmöglichkeiten für vulnerable Gruppen [Videoaufzeichnungen].

https://zentrum-klimaanpassung.de/news/impuls-blitzlichter-unsichtbar-der-hitzewelle

Seit 2022 gibt es in Hannover gezielte Hitzeangebote für wohnungslose Menschen, darunter Trinkwasserversorgung, die Ausgabe wiederbefüllbarer Trinkflaschen und verstärkte Einsätze der Straßensozialarbeit an Hitzetagen. Zudem werden schattige Aufenthaltsorte beworben, der Aufenthalt in U-Bahn-Stationen ermöglicht und Hitzetipps aktiv kommuniziert. Für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen stehen barrierefreie Informationen in Leichter Sprache, Gebärdensprache, mehrsprachig und mit Illustrationen zur Verfügung. Ergänzend wird über Standorte von Trinkwasserbrunnen, kühlen Orten und öffentlichen Toiletten informiert. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Umgang mit Hitze und Medikamenten, da einige kühl gelagert werden müssen, wobei auch Selbsthilfegruppen in die Informationsarbeit eingebunden sind.

Diese Literatur-Recherche ist als dynamisches Dokument gedacht, das im weiteren Projektverlauf fortlaufend durch weitere Erkenntnisse erweitert wird.

Dezember 2025, Graz

Scroll to top